Martin Recke

Co-Founder @nextconf, corporate editor @AccentureSong, PR guy, blogger, journalistic background, political scientist, theology, singer, father, landlord, roman-catholic.

Startups für das nächste Web

Eine geballte Ladung Gründergeist und etliche Startups präsentiert heute und morgen die Next Web Conference in Amsterdam. Welche von ihnen haben das Potential, das nächste Web zu prägen? Meine persönliche Auswahl:

fav.or.it

RSS ist für den Techie kein Problem, aber
für die ungewaschenen Massen? Da braucht es andere Lösungen, um den stetigen Fluss der Neuigkeiten und Gespräche aus dem Web zu holen. Eine davon könnte fav.or.it sein.

twingly

Gerade in die geschlossene Betaphase gestartet ist die Blogsuchmaschine der nächsten Generation. Auf der Next Web gab es heute Einladungen zum Test. Ich werde twingly testen und berichten.

radionomy

Der Name erinnert an Autonomie, und entsprechend revolutionär gibt sich Yves Baudechon, der heute eine der besten Startup-Präsentationen gab. Er hat nicht weniger vor als eine Revolution für das Radio – wie YouTube Video revolutioniert hat.

Rummble

Andrew Scott hat mir heute Rummble erklärt: ein personalisierter, mobiler Reiseführer, geschrieben von meinen Freunden und deren Freunden. Rummble sagt mir, was in meiner Nähe liegt und was ich mögen werde. Ein Qype der nächsten Generation?

Twine

Nova Spivack hielt heute die für mich spannendste Keynote über das sonst eher zum Gähnen reizende Thema Semantic Web. Mit seinem Projekt Twine, bis jetzt nur auf Einladung zugänglich, will er das semantische Web in der Praxis voranbringen.

Mehr von der Next Web

Zehn Tage offline dank Alice und Telekom

Heute ist Tag 2 ohne häuslichen Internetzugang. Und wie es aussieht, werden wohl noch acht (8) weitere Tage folgen. Das hatte ich in den letzten 14 Jahren nicht. Wie es dazu kam, ist eine längere Geschichte, die nicht einmal einen klar zu erkennenden Schuldigen hat.

Die Vorgeschichte

Im Sommer 2007 kündigte ich nach einem Jahr Mindestlaufzeit meinen DSL-Anschluss bei Tele2 und wechselte zu Alice. Überzeugt hatte mich die monatliche Kündigungsfrist. Die meisten (oder sogar alle) anderen DSL-Anbieter zwingen mir zwei Jahre Vertragslaufzeit auf.

Der Wechsel verlief problemlos. Bis auf die Telefonpauschale. Tele2 hatte diese Flatrate per Preselection für Orts- und Ferngespräche gelöst. Von Alice kam jetzt ein weißer Kasten, in den ich ein analoges Telefon einstöpseln musste. Da war nur ein kleines Problem: Wir haben ISDN. Bei der Telekom. Und eine ISDN-Anlage, die seit mehr als zehn Jahren klaglos ihren Dienst verrichtet.

Gegen ein kleines Entgelt bietet Alice auch ISDN an. Oder etwas ISDN-Ähnliches. Mit dem kleinen Kasten. (Genaugenommen wird hier ISDN über DSL realisiert, und der ISDN-Anschluss bei der Telekom bleibt nur aus historischen Gründen. Dafür schreibt Alice 10 Euro gut. Wir leben auf dem Land.)

Ein Wechsel von Analog zu ISDN war bei Alice längere Zeit nicht möglich. Erst kurz vor Weihnachten war es soweit. Ich stöpselte vorschriftsgemäß alles um, doch was nicht funktionierte, war das ISDN. Mehrere längere Sitzungen mit der Alice-Störungsstelle konnten daran nichts ändern.

Ich habe also monatelang die eigentlich bei Alice pauschal bezahlten Fern- und Ortsgespräche über Tele2 geführt – wir erinnern uns an die Preselection – und dort noch einmal bezahlt. Bis heute.

Der Wechsel

Anfang Februar habe ich Alice gekündigt, um zur Telekom zu wechseln. Es hätte nur einen Anbieter gegeben, der die Kombination aus ISDN, DSL, Internet- und Telefonpauschale marginal günstiger anbot. Alle anderen Alternativen wären ähnliche ISDN-via-DSL-Bastellösungen gewesen, wie sie Alice bietet. Und wie sie nicht funktioniert hat.

Statt drei verschiedener Rechnungen und ominöser Gutschriften eine einzige Rechnung über alle relevanten Leistungen außer Mobilfunk zu einem durchaus vernünftigen Preis – das erschien mir gut und sinnvoll. Doch leider hatte ich die Rechnung ohne den (Telekommunikationsfach-)Wirt gemacht.

Am Sonntag, 30. März hatte ich letztmalig Internetzugang. Am Montag, 31. März, dem Kündigungstermin, ging nichts mehr. Von der Telekom, meinem neuen Internetanbieter ab 1. April, hatte ich bis dahin weder Hardware noch Zugangsdaten bekommen. Was jetzt folgte, ahnt wahrscheinlich jeder, der schon einmal Ähnliches erlebt hat.

Anruf beim Kundendienst. Der Automat stellt mich relativ fix zu einer Telefonistin durch. Ergebnis des Gesprächs: Eine Kollegin hatte meinen Anfang Februar erteilten Auftrag auf Wiedervorlage. Alice habe bis jetzt den DSL-Port nicht freigegeben. Neue Zugangsdaten? Das wisse sie nicht, versprach aber eine Rückmeldung.

Tag 2 ohne Internet

Statt einer Rückmeldung ein Schreck beim Blick in den Auftragsstatus: Ausführungsdatum 09.04.2008. Erneuter Anruf beim Kundendienst. Kein Aprilscherz. Mein Anfang Februar erteilter Auftrag lag bis gestern auf Wiedervorlage. Jetzt dauert es sechs Werktage bis zur Ausführung. Nein, da kann man nichts machen.

Sie stellt mich zum Kundendienst von T-Online durch. T-Online? Ja, von dort erhalte ich meine Zugangsdaten. Aber wie sich sofort herausstellt, noch nicht jetzt. Sondern in einigen Tagen. Ich erhalte den Rat, mir eine Starter-CD zu besorgen und das Freiminutenkontingent zur Überbrückung zu nutzen. Das funktioniert auch mit DSL? Ja, das funktioniert. Nur sollte ich die PIN nicht vergessen.

Also in der Mittagspause flugs zum T-Punkt nach Ottensen. Der dortige Verkäufer erkennt nach einem Blick in seine Systeme flugs meine Lage und wimmelt mich ab erklärt freundlich, dass er nichts von einer solchen Möglichkeit wisse. Per ISDN oder analog, das ginge, aber nicht per DSL.

Das wäre mir aber dann doch zu mühsam. Zwar liegt sicher noch irgendwo ein 14.400-bps-Modem oder eine ISDN-Karte herum, aber bevor ich das an den Start bringe, bleibe ich lieber offline. In den nächsten Tagen bin ich sowieso viel unterwegs. Dann lese ich halt mal ein Buch. Oder setze mich an die Steuererklärung. Obwohl – ohne Elster?

Vielleicht funktioniert ja das WLAN auf der Next Web in Amsterdam.

Ich bin dann übrigens mal weg vom DSL-Markt. Für 24 Monate. Bei der Telekom. Und da kann man noch ganz andere Sachen erleben. Mal sehen, wie meine Geschichte weitergeht.

Frühbucherrabatte für next08 und Going Solo bis 31. März

next08_banner.jpg

Am Montag endet der Frühbuchertarif für die next08. Schon über 450 Teilnehmer sind registriert. Wir rechnen am 15. Mai mit ingesamt 1.000 Teilnehmern. Ab 1. April kostet das Ticket 590 Euro (alle Preise zzgl. MwSt.), bis 31. März noch 390 Euro.
Going Solo. 16th May, 2008. Lausanne, Switzerland.
Einen Tag später, am 16. Mai, findet in Lausanne die Going Solo statt, eine Konferenz von Stephanie Booth für Freelancer. Auch für die Going Solo endet am Montag der Early Bird Discount von 200 CHF! Hier geht es zur Registrierung.
Rein logistisch ist es kein Problem, an beiden Konferenzen teilzunehmen. Das beweist Stowe Boyd, der auf der next08 (sein Thema: The Social Revolution: Why The New Web Matters) und auf der Going Solo spricht.

Epochal

Heute erreichte mich diese Mail:

Date: Fri, 28 Mar 2008 13:29:41 +0100
To: „Recke, Martin“
Subject: Rückmeldung

Hallo Martin,

Herr O. B. bittet dich darum dich bei ihm über ?? Twitter ?? zu melden.

Gruß

S.

Twitter ist eindeutig auf dem Weg zum Massenkommunikationsinstrument, wie zuvor Mobiltelefon, Mail und Instant Messaging.

Freikarte für die Next Web in Amsterdam

Heute in einer Woche beginnt die Next Web Conference in Amsterdam. Dank unserer Zusammenarbeit mit den Veranstaltern kann ich jetzt ein Freiticket für die Next Web anbieten.

The Next Web Conference, 3 & 4 April Amsterdam

Das Ticket werde ich unter den ersten zehn Kommentatoren zu diesem Eintrag verlosen vergeben. Einzige Voraussetzung: Wer für lau zur Next Web fahren will, muss schon für die next08 registriert sein.

Bei dieser Gelegenheit sei auch noch einmal auf den Rabatt für Fischmarktleser hingewiesen. Mit dem Promocode nextnextweb08 kostet der Eintritt zur Next Web Conference 200 Euro weniger.

Wie komme ich zur next08?

next08_banner.jpg
49 Tage vor der next08 haben schon 437 Teilnehmer eine Antwort auf diese Frage gefunden. Für alle anderen schreibe ich hier einmal kurz auf, welche Wege zur next08 führen.
Frühbucherrabatt bis 31. März
Wer sich bis zum kommenden Montag registriert, zahlt 390 Euro (alle Preise plus MwSt.) und spart damit 200 Euro gegenüber dem Normalpreis von 590 Euro, der ab 1. April gilt.
Sondertarif für Start-ups
Noch günstigere Tickets gibt es bei deutsche-startups.de und bei Basic Thinking. Achtung: Beide Kontingente sind begrenzt, aber noch sind Tickets da. Der Preis: 290 Euro.
Start-ups im Programm
Ein Launch steht an? Eine Public Beta oder andere Neuigkeiten? Auf der next08 wird es einen eigenen Track nur für Start-ups geben. Hier präsentieren sich mindestens zwanzig junge Unternehmen. Noch sind einige Plätze frei. Bewerbungen bitte per Mail und direkt an Mark Pohlmann.
next08 für Studenten
Du hast ein Start-up gegründet, aber studierst noch? Wir haben ein begrenztes Kontingent von Freitickets für Studenten reserviert. Die ersten beiden Einladungswellen sind schon ausgerollt, aber Bewerbungen nehmen wir noch bis zum 18. April gern entgegen.
Geladene Gäste
SinnerSchrader lädt Kunden und wichtige Kontakte zur next08 ein. Sie sind Kunde, aber haben noch keine Einladung erhalten? Dann wenden Sie sich gern an Ihre Ansprechpartner bei uns.
Sponsoren
Wir freuen uns über die Unterstützung unserer Hauptsponsoren IBM, Google, MySpace und CoreMedia. Ohne sie und die weiteren Sponsoren hamburg@work, SAS, QlikView, GoViral, projektwerk, Adconion und Microsoft Digital Advertising Solutions wäre die next08 nicht möglich. Alle Sponsoren der next08 bekommen Ticketkontingente.
Journalisten und Blogger
Eine Reihe von Journalisten und Bloggern werden in den nächsten Wochen von uns eingeladen. Weitere Akkreditierungen sind per Mail möglich. Bitte sagen Sie uns, für welches Medium Sie von der next08 berichten wollen. Presseausweise tun nichts zur Sache.

Next Web in Amsterdam

Osterdienstag. Noch 50 Tage bis zur next08. Mein österlicher Kurzurlaub ist vorbei, auch die Umbaupause hier auf dem Fischmarkt.
In der nächsten Woche trifft sich die deutsche Webszene zur re:publica in Berlin. Wie meinem Dopplr schon zu entnehmen war, ziehe ich Amsterdam vor, wo am 3. und 4. April die diesjährige Auflage der Next Web Conference stattfindet. Die Sprecherliste liest sich schon sehr gut. Und eine Konferenz, die so ähnlich heißt wie unsere next conference, kann ich mir ohnehin nicht entgehen lassen.
200ediscount.jpg Für treue Fischmarktleser habe ich noch einen Rabatt auf den Ticketpreis zu bieten. Mit dem Promocode nextnextweb08 kostet der Eintritt 200 Euro weniger. Selbstverständlich werde ich hier und in Twitter
aus Amsterdam berichten. Und mal sehen, wen ich außer Oliver Wagner dort sonst noch so treffen werde.

Chris Wallon wird Kreativchef

wallon_schrader.jpg
Am 1. April tritt Chris Wallon (32, im Bild links) als Kreativgeschäftsführer von SinnerSchrader an. Er kommt von Interone Worldwide aus Köln und komplettiert die Geschäftsführung von SinnerSchrader.
meyer_sax_jacob.jpg
Mit Sven Meyer (Beratung, im Bild links), Rainer Sax (Technologie) und Gregory Jacob (Flash/Kreation, re.) verstärken uns zudem drei neue Teamleiter.
Alle Details hier.

Is Obama a Mac and Clinton a PC?

Clinton vs. Obama (Illustration: New York Times)
Illustration: New York Times
Die New York Times vergleicht die Websites der beiden demokratischen Kandidaten im US-Wahlkampf. Und siehe da: Hillary Clinton kommt im Web eher wie ein PC daher, Barack Obama wie ein Mac.

Mr. Obama’s site is more harmonious, with plenty of white space and a soft blue palette. Its task bar is reminiscent of the one used at Apple’s iTunes site. It signals in myriad ways that it was designed with a younger, more tech-savvy audience in mind — using branding techniques similar to the ones that have made the iPod so popular.

In contrast to barackobama.com, Mrs. Clinton’s site uses a more traditional color scheme of dark blue, has sharper lines dividing content and employs cookie-cutter icons next to its buttons for volunteering, and the like.

Die gute, alte Metapher von Umberto Eco trägt hier übrigens nicht: Obama ist nicht katholisch und unter katholischen Wählern nicht mehrheitsfähig.