It’s magic

Visual Sciences

Kaum eine neue Technik, die nicht auch durch Web-Analyse-Instrumente trackbar wäre. Flash, Ajax, Streaming Media und RSS sind für einen gestandenen Web-Analysten heute eigentlich keine Herausforderung mehr. Die Toolauswahl wird vor dem Hintergrund eines intensiven und rasanten Wettbewerbs immer schwieriger. Gegenwärtig wird der immer schärfere Wettbewerb unter den Softwareherstellern vor allem durch die aggressive Preisgestaltung sichtbar. Unternehmen profitieren hiervon, momentan aber tut sich auch einiges in Sachen Innovation. Der Kampf um die vorderen Plätze bei den Web-Analyse Tools geht in die nächste Runde.

Wurde bislang Web-Analyse von der Bestandskundenanalyse getrennt betrachtet, nehmen sich einige Hersteller nun dieses heiligen Grals der Fusion aus Business Intelligence und Web-Analyse an. Wer macht das Rennen? Ein Blick auf die Forrester Wave™ zeigt: Visual Sciences ist rechts oben – umringt von Bekannten wie Omniture und WebTrends.

PR-mäßig zumindest tut sich bei Visual Sciences am meisten. Auch das Personalkarussel dreht sich dort offenbar schneller. Eric Peterson, der von Jupiter Research zu Visual Sciences gewechselt war,

“because ** I believe ** the Visual Sciences platform is the most powerful technology available today for web data analysis”,

hatte zu Jahresbeginn den Reigen eröffnet. Nun hat Jim MacIntyre, ehemals CEO von Visual Sciences, auch die Führung von WebSideStory übernommen.

Ich kenne jedoch niemanden in Deutschland, der wirklich weiß, was nun tatsächlich hinter Visual Sciences steht oder was dieses Produkt eigentlich kann. Wir durften uns nun selbst einen ersten Überblick verschaffen.

Auf jeden Fall beeindruckend ist das graphische Erscheinungsbild des Produktes. Ja, in der Tat eine eher ungewöhnlich emotionsgeladene Visualisierung von Daten wird angezeigt, will man einige Dimensionen in eine Tabelle bzw. Graphik einbeziehen. Ich glaube ohne Nachfragen, dass bei Visual Sciences ehemalige Spielentwickler und wohl auch gegenwärtige Gamer tätig sind. Der dunkle Hintergrund der Anwendung, die 3D-Visualisierung und die schnelle graphische Umsetzung lernt man nach kurzer Zeit schätzen.

Der Analytiker interessiert sich eher weniger für diese Darstellung, wohl eher über die nun offenbar nach vorn verschobenen Grenzen der Datenaufbereitung. Visual Sciences läuft auf Intel, benötigt keine Oracle-Datenbanken und basiert auf einem neuentwickelten Datenmodell, das unter Performance-Gesichtspunkten alles Dagewesene in den Schatten stellen soll (game-changing technology). Dies suggeriert zumindest, dass die Beantwortung einer analytischen Frage, eine Segmentierung oder eine Auszählung schnell und unkompliziert auszuführen seien. Und in dies in 3D.

Leider konnten wir uns die Applikation nur auf einem lokalen Rechner anschauen. Ein erster Schulterblick, der ein wenig in die vorweihnachtliche Zeit passt: Visual Sciences ist zunächst einmal ein Versprechen. Ein Versprechen innerhalb der hoch innovativen Web-Analyse-Branche, ein Versprechen an alle frustrierten Analytiker.

Share on FacebookTweet about this on Twitter

2 Comments

  1. Nicht nur die Grenze der Datenaufbereitung ist nach vorne verschoben, es ist vor allen Dingen die Grenze der Komplexität von möglichen Fragestellungen (Mehrdimensional) fast aufgehoben. Fragestellung, die mehrere Dimensionen umfassen, sind nun ohne die üblichen Einschränkungen von entweder
    – Neuberechnung Cube
    – Reimport Daten
    – Unakzeptable Wartezeit
    der bekannten, ehemaligen Spitzenreiter der Web Analytics Diziplin möglich.
    Vorher traute sich ja kaum jemand, eine relevante Frage wie diejenige nach dem bisher nicht-konvertierten Usersegment, das über eine Auswahl relevanter Teaser in einen speziellen Contentbereich gekommen ist, zu stellen. M.E. tatsächlich eine „eruptive“ (auch ein Zitat) oder game-changing Technology, siehe auch http://webanalytics.wordpress.com/2006/11/22/visual-sciences-promise/

  2. Interesting post, thanks Oliver for linking to my blog!
    I’m so sorry, my German is terribly rusty as it’s been ages since I had the pleasure of working with your fellow citizens.
    I also must admit that, at this late hour and with a long day ahead tomorrow, I did not read the post carefully. Or that must be my rusty German 😉
    Yes, it’s magic. But, as Avinash would say, let’s get over that, shall we? and discuss another aspect of your post.
    More specifically, the notion of vizualisation not being of so much interest for analysts. It’s true, I prefer the data to play around with and then I set up the charts to show what I mean with my analysis (not always easy) but it’s not only about us analysts.
    Yes, it’s analyst nirvana: you can slice and dice and ask any question and have an answer within very, very reasonsable time. Add to that that we’re not only talking about the web channel but actual integrations of call center data, ERP systems, POS info, etc.
    But a data driven company is not only about analysts. Yes, it’s about having the right data to make the right decisions but it’s not only coming from the board of directors, hopefully.
    So, you need to empower more people than just your analysts. You need to share, convince, guide, etc. other possible analysis paths. My thoughts range from comparing sectors -thus benchmarking- to include the notions of product margins with today Web Analytics. Only the later is structured and accessible.
    Imagine that a company has a realm of people trying to structure their daily jobs into processes that become measurable. That they hold this „test & measure“ culture.
    Wouldn’t any enlightened CEO & HR manager refuse the power of such an idea, in the competitve wolrd we live in today and certainly even more so in the future?
    Food for thought 😉
    Let me know what you think.
    Bonsoir from Brussels, capital of Europe,
    Aurelie Pols

Comments are closed.

© 2017 Fischmarkt

Theme by Anders NorenUp ↑