Ja, diese Überschriften mit Versionierung nutzen sich ab. Das stimmt.
Andererseits produzieren große Teile der Kommunikationsfachpresse schon seit Jahrzehnten ihre Überschriften mit der Methode $AGENTUR $PSEUDOWITZIGES_WORTSPIELVERB $MARKE. Hier ein aktuelles Beispiel aus der w&v.
Unsere neue Autorin Carmen Ullrich-Nolte, die gestern ihr Debüt auf dem Fischmarkt gab, wollte wissen, was ich für den Fischmarkt lese. (Ja, ich weiß, die Nachbarstände in der rechten Spalte müssen mal aktualisiert werden.)
Hier gibt es alles, live und in Farbe. Google Reader sei Dank.
Martin Recke
Nachdenken über Musik
Steve Jobs über DRM. Schnell ein Link und dann lesen. Der Spreeblick hat mehr.
Wir sind Maschine
Laut Technorati haben bis jetzt 162 Blogs einen Link auf dieses Video publiziert. Vorgestern war es im Agenturblog und am Sonntag schon im Lummaland, heute Nacht in meinem Posteingang. Und im Spreeblick natürlich auch. Also gut. Ihr habt es nicht anders gewollt.
Das Video stammt von Michael Wesch. Er schreibt dazu u.a.:
Web 2.0 in just under 5 minutes.
This is the 2nd draft, and I plan on doing one more final draft. Please leave comments on what could be changed or improved, or what needs to be excluded or included. Subscribe if you want to be notified when the revision is released.
UPDATE: I just added this video to Mojiti where you can actually write your comments into the video itself. It is an exciting experiment in „Video 2.0“. Go check it out at http://mojiti.com/kan/2024/… and add your voice![…]
A higher quality version is available for download here: http://www.mediafire.com/?6… Please note that this is the second draft and the final version will not be available until late February after I review all comments and revise the video. Please return for a new download link at that time.
The song is „There’s Nothing Impossible“ by Deus, available for free at http://www.jamendo.com/en/a…
Deus offers music under a Creative Commons Attribution-NonCommercial- ShareAlike 2.0 license, yet one more example of the interlinking of people sharing and collaborating this video is attempting to illustrate.
Welcher Erich?
Liebe w&v, dass Spiekermann die PC Professionell gestaltet, finde ich auch bemerkenswert. Aber seit wann heißt er Erich?
Neue Bilder vom OTTO Store
Matt Balara hat ein Video vom OTTO Store gedreht. („Dreht“ man eigentlich noch Videos? Naja, auch eine Festplatte dreht sich.)
Spam 2.0
Was ist Social Software? Alles, was Spam anzieht. Diese Definition – sie stammt nicht von mir, aber ich weiß auch nicht mehr, wo ich sie gelesen habe sondern vermutlich von Clay Shirky – wird jetzt von den technischen Überresten des im Januar eingestellten Crispynews bestätigt.
Immerhin, den RSS-Feed gibt es noch. Und so sieht er jetzt aus:

Dann werde ich ihn mal abbestellen.
Es geht nicht um Technik
„Ist das die Zukunft des Shoppings?“ Fragt Markus Breuer angesichts des OTTO Stores und trägt ein wichtiges Argument vor:
Was mich an der Zukunftsfähigkeit dieses Projekts zweifeln lässt, ist wirklich nicht der Neid. 🙂 Es ist die Tatsache, dass es sich um einen Online-Shop handelt,
- der nur auf PCs mit Microsoft Vista (unter Aero) läuft
- den ich downloaden muss, bevor ich ihn nutzen kann
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das für einen Rückschritt halte. Auch wenn Microsoft Vista in 2 – 4 Jahren vermutlich das meistverwendete Betriebssystem sein mag, ist es für Endanwender sicherlich nicht wirklich angenehm, für jeden Shop eine separate Applikation herunterladen zu müssen.
So ist es. Die Zukunft des Onlineshoppings sind nicht unbedingt proprietäre Clients, die nur auf einer einzigen Plattform laufen. Das erwartet vermutlich nicht einmal Microsoft.
Der OTTO Store zeigt, soviel ist richtig, die Möglichkeiten von Windows Vista. Das hat auch seine Berechtigung und ist das Anliegen von Microsoft. Aber viel spannender sind die neuen Möglichkeiten für einen kataloggetriebenen Versender wie OTTO.
Homevideo von shoppingzweinull.de
Es geht um Bedarfsweckung, Erlebnis und Entertainment (um mal Dr. Thomas Schnieders zu zitieren, Direktor Neue Medien bei OTTO). Es geht um neue Formen der Warenpräsentation und um Emotion. Und es geht um eine intelligente Verbindung von Katalog- und Onlinegeschäft.
Denn die Diktatur des besten Preises, unter der große Teile des E-Commerce-Geschäfts ächzen, gilt ja im Bereich Mode allenfalls teilweise – nämlich dort, wo Vergleichbarkeit herrscht. Geht es aber um die passende Hose zur Bluse, dann können guenstiger.de und Ebay nicht helfen.
Was die Technik angeht, so stehen wir hier vor dem klassischen Henne-Ei-Szenario. Second Life, um mal ein Lieblingsthema von Markus Breuer herauszugreifen, braucht auch einen (anfangs mehr, mittlerweile weniger proprietären) Client.
Ich hoffe, dass da ein noch paar Ideen mehr entwickelt werden und „Shopping“ im Internet auf Dauer mehr sein wird, als nur in einem Katalog zu blättern. Im Kern des „Shopping-Vergnügens“ in der physischen Realität stehen ja kollaborative, soziale Ansätze und die räumliche Nähe und inhaltliche Diversität vieler verschiedener Anbieter.
So ist es. Warten wir es ab. Ideen sind hier nicht die knappste Ressource. Soviel steht fest.
Horst Schlämmer macht es selbst

Er ist der Neueinsteiger der Woche in den Deutschen Blogcharts: Von Null auf 87 schaffen es Horst Schlämmer und sein auf dem Fischmarkt schon hinreichend gewürdigtes Schlämmerblog.
Das auch hier zu lesende Gerücht, Hape Kerkeling lasse vloggen, wird mir gegenüber von einem dementiert, der es wissen muss. Die Filme sind demnach zu 100 Prozent sein Werk, und auch an den Texten sei er beteiligt, heißt es. Und seien wir ehrlich: So lesen sie sich auch.
Horst Schlämmer polarisiert. So ist die Kunstfigur angelegt. Die meisten Kritiker, allen voran eine andere, im Fernsehen weniger, dafür im Netz bekannte fiktive Person, verfehlen übrigens den Punkt. Das Schlämmerblog ist eher Branded Entertainment als virales Marketing. Viral war allenfalls der Frühstart in der letzten Woche, denn eigentlich sollte es wohl erst heute starten.
Und seien wir nochmal ehrlich: Man muss Horst Schlämmer nicht mögen, aber schlecht gemacht ist das Blog nun wirklich nicht.
Willkommen in der Welt der Politik

Woran erkennt man, dass ein Thema wirklich etabliert ist? Wenn darüber im Politikteil berichtet wird. So geschehen heute in der FTD. Die schwedische Botschaft in Second Life steht neben dem Fünfspalter zum Thema Mindestlöhne.
Dauerdiplomat

Die FTD portraitiert heute unseren Aufsichtsratsschef Reinhard Pöllath:
Der Mann ist mit Wonne unscheinbar. Statt Edelledertasche oder Metallrollkoffer nimmt er für kurze Geschäftsreisen meist nur einen etwas größeren Rucksack mit. Jetzt ist der Tchibo-Aufsichtsratschef als Berater der Eignerfamilie Herz wichtiger denn je.
Das manager magazin hatte den Mitgründer und Partner der Sozietät Pöllath + Partner vor dreieinhalb Jahren übrigens als säuselnden Schlichter tituliert.