Tag: „Social Software“ (page 2 of 4)

iliketotallyloveit

Bitte, was?! iliketotallyloveit.com ist eine Social-Shopping-Website, die vier Studenten aus Bremen just gelauncht haben.
Auf der communitybasierten Website stellen Nutzer Artikel online, die sie ‚cool‘, innovativ, besonders schön oder einfach nur seltsam finden. Immer mit Link zu einem Onlineshop.
Ob ein Produkt ‚loved‘ ist oder nicht, zeigt sich schnell: Jeder kann alles bewerten, und je mehr Bewertungen, desto höher die Chance, dass der Artikel es auf die Startseite schafft.
Zunächst einmal hat es iliketotallyloveit in die Wired geschafft. Die fragt „What’s wired this month“ und sagt über das Ding mit dem komischen Namen:

„You won’t find mainstream goods here – mostly doodads you didn’t know you wanted but suddenly like totally need.“

Eigentlich ist die Site ja ein digg.com-Klon – aber ein ziemlich sympathischer! Enjoy.

Kollektive Intelligenz, die zweite


Mag. Michael Schuster beim Elektrischen Reporter

„Wir verwenden Hierarchien, endlose Ordnerstrukturen, unübersichtliche Datenbanken und vor allem Email um zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten. Ist es nicht an der Zeit, unsere Arbeitsweise zu überdenken und unsere Tools an die Herausforderungen anzupassen?“

Fragt das österreichische Startup System One und bietet als Lösung eine web-basierte Plattform an, die die Basistechnologien aus den Bereichen Social Software, Semantic Web und Information Retrieval verbindet.
Die Plattform soll Menschen in Unternehmen helfen, Informationen leichter zu finden, sie zu sammeln und neu zu ordnen, gemeinsam daran zu arbeiten und Information zu verteilen. Das klingt einfach – ist es auch, und hat enormes Potential:

„Es ist die spielerische Einfachheit und die dahinter stehende vernetzte Komplexität, die uns staunen und schmunzeln lässt. Systemisches Denken, umgesetzt in ein multifunktionales Interface im Browser.“

Techcrunch meint:

„The UI is as beautiful as the concept; it’s very simple to understand and use, the kind of thing that non-technical users won’t be scared of at all. … Many people really like online collaboration and document development systems, but security has been a major impediment for enterprise use. The option of getting a SystemOne box on site could be a great solution to that problem. … the fundamental concept of SystemOne is great.“

Auch dahin lohnt ein Blick: System One experimentiert mit Prototypen: Retrievr z.B. findet flickr Bilder visuell durch einfache Zeichnungen.

Kollektive Intelligenz

shapeshifters.net (Screenausschnitt)

„if you are a professional creative and believe that globalisation can have a human face you have come to the right place.“

The right place heißt in diesem Fall Shapeshifters.net, globaler Marktplatz für kleine Kreativ-Unternehmen.
Gleichgesinnte verschiedener Kontinente können dort ihre Produkte und Services innerhalb ihrer Peer Group diskutieren. Um die Qualität der Kommunikation hochzuhalten, haben dank „Invitation-only“-Politik nur Eingeladene das Recht, Beiträge zu posten: Jeder kann alles lesen und kommentieren – schreiben kann nur, wer von einem bestehenden Nutzer empfohlen wird und dem Code of honour zustimmt.
Praktisches Beispiel dieser schönen Anwendung: Frauen aus Costa Rica erhalten zur Herstellung von Trend-Produkten aus Abfall Beratung vom anderen Ende der Welt, nämlich aus Neuseeland.
„Wir messen uns daran, wie viele Interaktionen wir in der realen Welt zustande bringen“, verrät Erich Pöttschacher, Gründer und Eigentümer von shapeshifters.net, bei brand eins. „Im Meet-Space Meat-Space, nicht im Cyber-Space. Wenn wir nur Kommunikation um der Kommunikation willen erzeugen, sind wir gescheitert.“
Demnächst soll es Publikationen über außergewöhnliche KreativunternehmerInnen weltweit und ihre Unternehmen geben.
Und in 20 Jahren? Will Pöttschacher so etwas wie die Nachrichtenagentur Bloomberg für eine andere Form von Wirtschaft sein.

Die Stapelläufe der Woche

Cellity (Testimonial)
Die Mobiltelefonkostensparer von Cellity haben jetzt einen richtigen Webauftritt mit Testimonial und allem Drum und Dran. Außerdem startet die geschlossene Betatestphase. Und das Blog versprüht Startupatmosphäre.
(Und wer sich fragt, warum Sarik Weber gerade jetzt vor dem Börsengang von openBC sein neues Projekt gestartet hat, der kann sich mit einem Blick in den Börsenprospekt beruhigen. Er gehört zu den veräußernden Aktionären, die insgesamt bis zu 831.781 Aktien abgeben werden.)
Die Schnäppchensucherplattform dealjaeger.de startet am Freitag. Mehr dazu im PR-Ticker und demnächst auf dem Fischmarkt.

Gefährlicher Glaube

Spiegel-Gespräch mit Jaron Lanier (Ausriss)

Zwar etwas kurzfristig, aber sei es drum: Am Donnerstag findet das 2. Dresdner Zukunftsforum statt. Der prominenteste Sprecher ist Tim O’Reilly. Doch den größten PR-Coup haben die Veranstalter mit Jaron Lanier gelandet, der gestern im Spiegel vor dem gefährlichen Glauben an die Weisheit der Massen warnte.

Derzeit wird die Vorstellung immer populärer, das Kollektiv könne nicht nur Zahlenwerte wie einen Marktpreis ermitteln, sondern verfüge als eine – gern Schwarmgeist genannte – höhere Intelligenz über eigene Ideen, ja sogar über eine überlegene Meinung. Eine solche Denkweise hat in der Geschichte schon mehrfach zu sozialen und politischen Verheerungen geführt. Mir bereitet die Vision Sorgen, nur das große Ganze, das Kollektiv sei real und wichtig – nicht aber der einzelne Mensch. Das war der Fehler in allen totalitären Ideologien, vom Nazi-Regime über Pol Pot bis zu den Islamisten.

Das Interview hat völlig zu Unrecht bislang kaum Verbreitung in deutschsprachigen Blogs gefunden. Bis dato hat es neben dem Veranstalter-Blog selbst nur das Bildblog (!) erwähnt. (Was daran liegen könnte, dass der Text nicht im Netz verfügbar.)

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