Martin Recke

Co-Founder @nextconf, corporate editor @AccentureSong, PR guy, blogger, journalistic background, political scientist, theology, singer, father, landlord, roman-catholic.

Eilmeldung: Pixelpark und Elephant Seven wollen fusionieren

Gerade kam die Ad-hoc rein.

Die Vorstände der Pixelpark AG, Berlin, und der
Elephant Seven AG, Unterhaching/München, haben heute mit Zustimmung
der jeweiligen Aufsichtsräte eine gemeinsame Grundsatzvereinbarung –
Memorandum of Understanding – für einen partnerschaftlichen
Zusammenschluss („Merger of Equals“) der beiden Unternehmen
unterzeichnet.

Ziel des Zusammenschlusses ist es, beide Unternehmen, die in den
Bereichen der Kommunikation, Multimedia und Systemtechnologie tätig
sind, zusammenzuführen und somit wirtschaftlich und strategisch auf
dem deutschen Markt der Interaktivdienstleistungen eine verbesserte
Position einzunehmen.

Nach Angaben beider Unternehmen soll die Umsetzung im dritten und
vierten Quartal 2006 erfolgen.

Multi-Channel revisited

Jochen „Exciting Commerce“ Krisch hat sich die bvh-Zahlen noch einmal genau angeschaut. Das Ergebnis fasst er in einer Frage zusammen, die Multi-Channel-Strategie der klassischen Versender betreffend:

Wie erfolgreich ist eine Strategie, die innerhalb von nur 10 Jahren zu Marktanteilseinbußen von 33% führt?

Lesen!

Kann man eine Community kaufen?

Während sich die deutschsprachige Blogosphäre noch heftigst um die ersten zarten Kommerzialisierungsanzeichen streitet (jüngster Akt: ein Vorschlag zur Güte vom Don), geht es dort, wo die Musik spielt, längst ganz anders zur Sache. (Gut, als unbestreitbar kommerzielles Blog ist auf dem Fischmarkt natürlich gut reden.)

„Can You Buy a Community?“, fragt Mike Davidson, CEO von Newsvine, in seinem Blog anlässlich des jüngsten Angebots von Jason Calacanis, CEO von Weblogs Inc. (AOL) an die Top-Nutzer von Digg, reddit, flickr und Newsvine, denen er 1.000 Dollar pro Monat zahlen möchte, damit sie auf sein jüngstes Kind umsteigen: das neue Netscape.com, das Calacanis zu einer Art digg-Klon umgebaut hat. Davidson dazu:

It’s an interesting experiment for sure: whether you can take a user base of 12 million that isn’t a community in any way, pull their aging but comfortable portal out from under them, pay a bunch of users from other sites to entertain them, and then get them injected into a new community before they decide to go elsewhere. It hasn’t caught on yet, and I imagine that 99% of Netscape’s current user base has yet to vote on a single article, but it’s still very early in the game.

Deutlicher wird da schon Michael Arrington:

At the end of the day, the Netscape product is a soulless reproduction of one of the most interesting cultural experiments occuring on the web right now. It was thrown at millions of mainstream Internet users (previous Netscape portal users) who don’t understand Digg and probably don’t care (yet). If anything, my bet is that total page views at Netscape have dropped since the changeover, possibly substantially. Buying users from Digg won’t change that one bit.

It looks like AOL has a mess on its hands. The obvious question is, will Jason will be the fall guy when it comes time to point fingers?

The deck chairs are being rearranged on the Titanic Netscape.

Was lernen wir daraus? Es sind die gleichen Debatten wie hierzulande, aber auf einem ganz anderen Niveau.

23 wird deutschsprachig

Das europäische flickr kommt aus Dänemark und ist ein Kind von Thomas Madsen-Mygdal. 23 wendet sich nun sprachlich dem großen Nachbarn im Süden zu. Dabei berät Oliver Gassner, der zum Einstand gleich mal 230 Premium-Nutzerkonten zu verschenken hat.

Vielleicht kann er im Rahmen seiner Tätigkeit auch Robert Basic erklären, was 23 so einzigartig macht. Der hegt da nämlich deutliche Zweifel. Schlecht zu goggeln ist jedenfalls der Name – der sich übrigens aus der Zahl der Menschen in einem Raum erklärt, die es braucht, damit die Wahrscheinlichkeit größer als 50 Prozent ist, dass zwei von ihnen am gleichen Tag Geburtstag haben.

JvM ohne Kabel

Peter Kabel und Jung von Matt trennen sich. Das meldet new business. Und der Kontakter auch. Inklusive Dementi:

„Ich habe nicht
gekündigt, ich bin nicht gekündigt worden, ich habe mich nicht
beworben und führe keine Gespräche mit anderen Agenturen“, sagt Peter
Kabel gegenüber dem Kontakter. Agenturchef Holger Jung auf Anfrage:
„Wenn wir meinten, Peter Kabels Abgang jetzt melden zu müssen, würden
wir es tun. Wir machen es aber nicht.“

Hört sich so ein glasklares Dementi an?