OMD oder dmex – see you next year in Hamburg?

Die Hallen waren voll, die Messestände zahlreicher und größer als in den Vorjahren, die Besucherzahl ein neuer Rekord. „See you next year“, so verabschiedet die OMD 2008 (die nicht mehr so heißen durfte, weil eine gleichnamige Mediaagentur ihr Veto eingelegt hatte) ihre Besucher. See you next year?
Gern, aber da war doch was? Der BVDW und das Fachforum Online-Mediaagenturen (FOMA) haben den Standort Düsseldorf gekippt und möchten den Branchentreff 2009 nach Köln verlegen. Der neue Name dmex steht für digital marketing exposition.
Die Hintergründe dieser umstrittenen Entscheidung sind politisch. Ein intimer Kenner winkt nur ab und macht keinen Hehl daraus, dass er sie für eine Fehlentscheidung hält. Und das ist sie wohl auch. Denn was wird passieren?

  • Die großen Vermarkter und damit die größten Messestände ziehen nach Köln und bilden den Nukleus der dmex.
  • Viele der übrigen Aussteller bleiben in Düsseldorf auf einer vermutlich verkleinerten OMD.
  • Nur wenige Aussteller werden auf zwei Hochzeiten tanzen.
  • Viele Aussteller werden bis zum letzten Moment pokern. Koelnmesse wie IGEDO werden ein extrem kurzfristiges Buchungsverhalten sehen.
  • Und am Ende wird es Absagen geben. Die Summe von dmex und OMD dürfte kleiner sein als die OMD in diesem Jahr alleine.

Angesichts der Gesamtlage beginnen bei vielen Ausstellern Überlegungen, ob sie nicht 2009 besser komplett auf Messeauftritte verzichten. So wälzt ein großer Aussteller der diesjährigen OMD bereits Pläne für eine eigene Veranstaltung – statt dmex oder OMD. Das kommende Jahr könnte zur Nagelprobe für die Internetwirtschaft werden. Denn was sind die Fakten?

  • Das Wachstum der Onlinewerbung in Deutschland schwächt sich ab. In diesem Jahr werden nach aktualisierter OVK-Prognose nur noch 25 Prozent erreicht – 2007 waren es noch 40 Prozent. Der europäische Onlinewerbemarkt hingegen wächst auch 2008 noch um 40 Prozent.
  • Die gesamte Wirtschaft wackelt. Die Finanzkrise beginnt sich auf andere Branchen auszuwirken. Dies wird auch an der Internetwirtschaft nicht spurlos vorübergehen. Im Unterschied zu den Jahren ab 2000 kommt die Krise zwar diesmal nicht aus der Branche selbst. Aber was nutzt das, wenn die großen Werbungtreibenden ihre Budgets zusammenstreichen?
  • Es wird zuerst die Displaywerbung treffen. Sie dürfte ähnlich wie die Klassiketats schrumpfen, vielleicht sogar stärker. Denn ihr fehlt es am Wirksamkeitsnachweis. Was die Werbewirkung betrifft, ist die Klassik mit jahrzehntelangem Vorsprung nach wie vor im Vorteil.
  • Dagegen ist performanceorientierte Onlinewerbung weit unempfindlicher als die übrigen Gattungen. Hier wird für zusätzlichen Umsatz bezahlt. Und der ist, solange die Konsumenten nicht in den Käuferstreik treten, den Produzenten etwas wert. Solange die Reichweite des Internets und die Onlinekaufbereitschaft der Internetnutzer wachsen, wird auch das Performancemarketing zulegen.

Dies nützt Google. Aber auch andere Spieler im Markt werden profitieren. Performancemarketing ist technologiegetrieben, Themen wie Targeting, Analytics oder Planning brauchen eine solide technische Basis und entsprechendes Know-how.
Auf der wie immer marktschreierischen und auf Mediaplaner zugeschnittenen OMD spielte Marketingtechnologie nur eine Nebenrolle. Auf der next09 im kommenden Jahr bieten wir daher neben der bewährten Konferenz auch eine Expo für die next marketing technologies. Es wird auf Kampnagel in Hamburg reichlich Ausstellungsfläche geben, um eine hochspannende Zielgruppe mit großem Entscheideranteil anzusprechen.
OMD oder dmex, Düsseldorf oder Köln? Wer für 2009 vor dieser Entscheidung steht, sollte die next expo, Hamburg und das Thema next marketing technologies in Erwägung ziehen.

SinnerSchrader verstärkt Konzeption

marja_annecke.jpgSinnerSchrader hat einen neuen Director Creative Concept: Die Grafikdesignerin und Medienkauffrau Marja Annecke ist zum 1. September als Leiterin der Kreativkonzeption an unserem Hamburger Standort eingestiegen. Zuletzt arbeitete sie bei Fork Unstable Media in den Bereichen Strategy und Creative Concept Development.
Mehr zu der Personalie in der Pressemitteilung.

Quelle migriert ins Web

Der interaktive Konsument hat entschieden – der Katalog ist tot, es lebe das Web. Quelle zieht daraus radikale Konsequenzen und ändert sein Geschäftsmodell: Der Katalog wird drastisch zurückgefahren, der Fokus liegt künftig beim E-Commerce. Quelle will zum größten Internetkaufhaus in Deutschland werden, bis zur Hälfte des Sortiments soll von externen Partnern kommen.
Mark Sommer, bisher Chef und künftig Aufsichtsratsvorsitzender von Quelle, kündigt im Interview mit den Nürnberger Nachrichten eine Revolution an:

Wir werden das Unternehmen von einem stationär- und Katalog-basierten Versandhaus zum größten Internetkaufhaus im Land umbauen, und zwar mit sehr hoher Geschwindigkeit. Der Anteil des Internetgeschäftes, der heute bei 40 Prozent liegt, wird in wenigen Jahren zwei Drittel erreichen und das Wachstum im Onlinehandel den Rückgang im Kataloggeschäft überkompensieren.

Der Strategiewechsel ist mutig, aber richtig und alternativlos. Denn der klassische Katalogversand verliert Jahr für Jahr Umsatz. Kataloge wird es zwar weiter geben, aber auch sie müssen sich rentieren, fordert Sommer.

Deutlich mehr als die Hälfte aller Quelle-Neukunden gewinnen wir bereits über das Internet, und nur jeder zweite davon ist an der gedruckten Warenpräsentation interessiert. Wir werden daher die Umfänge in dem Maß reduzieren, wie das Kataloggeschäft zurückgeht – das sind jährlich fünf bis zehn Prozent. Die beiden jährlichen Hauptkataloge, Monats- und Spezialkataloge werden bleiben, aber sie werden schlanker ausfallen, die Auflage wird sinken.

Quelle will sich von allen unrentablen Warengruppen trennen, sie aber von Partnern anbieten lassen. Das kann etwa ein Drittel des heutigen Sortiments betreffen.

In wenigen Jahren kann der Anteil der Quelle-fremden Sortimentsartikel bei etwa der Hälfte liegen. Da können auch ganz neue Sortimentsbereiche dazukommen, beispielsweise Arzneimittel. Es gibt praktisch keine quantitative Begrenzung.

Quelle braucht jetzt einen langen Atem für das neue Geschäftsmodell. Denn über Nacht wird sich kaum erreichen lassen, was Amazon und Ebay in zehn Jahren geschafft haben.

next marketing technologies: Messe auf der next09

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Wenn sich nächste Woche auf der OMD die Onlinemarketingszene trifft, dann gibt es ein beherrschendes Thema: Köln oder Düsseldorf? Zieht die Szene 2009 zur dmex nach Köln um oder bleibt sie auf der OMD in Düsseldorf?
Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass die neue Location der next conference in Hamburg genug Platz und enorme Möglichkeiten für Sponsoren bietet. Deshalb wird es erstmals Ausstellungsflächen mit Messeständen in verschiedenen Größen geben.
Neben Keynotes und Vorträgen, entspannter Networking-Atmosphäre und, last but not least, der Party wird die next09 damit um eine Messe erweitert. Das Thema der Ausstellung heißt next marketing technologies (Arbeitstitel). Denn Onlinemarketing wird immer technischer und erfordert immer mehr technologisches Know-how, aber auch die richtigen Werkzeuge. Die zu zeigen ist die Kernidee der next marketing technologies.
Mit einer Ausnahme ist in allen Sponsoringpaketen ein Messestand enthalten, je nach Größe des Pakets. Das kleinste Paket enthält keinen Stand, kann aber erweitert werden. Für Start-ups bieten wir ein Spezialpaket mit einem kleinen Messestand und der Möglichkeit, im Start-up-Track zu präsentieren.
Weitere Informationen in unserem Sponsoringangebot (PDF, 3 MB) und bei Julia Ruf, Head of Partnerships and Sponsoring.

4010. Die neue Nummer der Telekom.

Telekom4010.jpgErst kürzlich hat die Telekom für viel Gesprächsstoff gesorgt, selbst im Netz. Gespräche lassen sich bekanntlich am Besten bei einer Tasse Tee führen in gemütlicher Atmosphäre und inspirierender Umgebung.
All das lässt sich im neuen Telekom-Concept-Shop 4010 ab 6. Oktober in Berlin Mitte erleben. Unter dem Leitmotto des RAL-Codes des Telekom-Magentas bietet das Unternehmen seine Standardprodukte in neuer Umgebung an. Die in Hamburg ansässige Designagentur Mutabor sorgt für das passende Interior. Mehr dazu auf dem Blog der betreuenden PR-Agentur Schröder+Schömbs.