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NEXT Service Design 2012

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Produkte werden schon lange sehr umsichtig und aufwändig designt, um Kunden den bestmöglichen Artikel anbieten zu können. Wir sind der Meinung, dass man mit Services auf dieselbe Art und Weise umgehen sollte. Es ist daher an der Zeit, Services und Prozesse nicht nur zu optimieren, sondern sie zu revolutionieren.
Und weil wir dieses Thema so wichtig finden, können wir kein ganzes Jahr mehr bis zur NEXT Berlin 2013 warten. Deswegen findet am 8. Oktober 2012 in der Alten Münze Berlin die NEXT Service Design 2012 statt.
Service Design gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn Unternehmen haben erkannt, dass sie sich durch produktergänzende Dienste von Mitbewerbern absetzen können. Service Design betrachtet dabei alle Berührungspunkte zwischen Produkt und Kunde. Es stellt Tools bereit, um diese planen, gestalten und managen zu können – und so einen Mehrwert zu schaffen, der weit über das eigentliche Produkt hinausgeht.
Auf der NEXT Service Design möchten wir dieses Thema mit einem Fachpublikum aus europäischen Service Design Agenturen, Unternehmen und führenden Wissenschaftlern diskutieren. Als Sprecher mit dabei sind u.a. Service-Design-Pionier Chris Downs (Method), Louisa Heinrich (Fjord) und David Bausola (Philter Phactory), die in Keynotes innovative Ansätze zum Service Design präsentieren und zur Diskussion stellen.
Blundstone Osterberger (SinnerSchrader) und Peter Bihr (ThirdWave) sind die Kuratoren der NEXT Service Design.
Lass dich von den führenden Köpfen der digitalen Service Design Branche inspirieren. Diskutiere mit Designern, Unternehmen und Akademikern die Zukunft digitaler Services.
NEXT Service Design – 8. Oktober 2012, Alte Münze Berlin.
Tickets sind ab sofort erhältlich.

Nach Social und Interest Graph: Der Situation Graph

Wir haben es schon fast vermutet: Die sensorischen Informationen unserer Smartphones sind noch zu was anderem gut als dem Drehen des Bildschirms. Der britische Entwickler RjDj zeigt mit seiner App „Project now„, dass auch ganz andere Anwendungen denkbar sind.
Die kostenlose App kann anhand der sensorischen Informationen nachvollziehen, in welcher Situation sich der Nutzer gerade befindet: beim Sport, in der U-Bahn oder auf der Couch lümmelnd. Aus den gewonnenen Daten erstellt die App einen „Situation Graph“ und spielt, entsprechend dem individuellen Musikprofil des Nutzers, automatisch passende Musik. Auf der NEXT Berlin 2012 hat Michael Breidenbrücker die App vorgestelllt.

Nach Social und Interest Graph könnte der Situation Graph im Bereich mobiler Geräte das nächste große Ding sein. Smartphones sind überall mit dabei, begleiten uns den ganzen Tag. Es ist nur logisch, diese Daten sinnvoll zu nutzen und so das Nutzererlebnis kontextspezifisch anzupassen.
Vor allem in Verbindung mit ortsbezogenen Diensten wie zum Beispiel Urbany eröffnen sich hier unzählige Möglichkeiten, um das Potential mobiler Kommunikation weiter auszuschöpfen und dem Nutzer sinnvolle Dienstleistungen anzubieten.
Michael Breidenbrücker ist CEO von RjDj und der Mastermind hinter „Project now“. Der Österreicher war zuvor bereits an der Gründung des sozialen Musikdienstes Last.fm beteiligt und führte zwischen 2002 und 2005 dessen Geschäfte.

NEXT Berlin sucht die Internet-Pioniere der Zukunft

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Auch die auf den ersten Blick recht unpersönlich wirkende Internet-Branche ist im Kern der Sache ein Peoples-Business, bei dem einige führende Köpfe den Ton angeben. Immer wieder sind es einzelne Vordenker, die die ganze Branche vor sich hertreiben und den richtigen Riecher für erfolgsversprechende Konzepte beweisen.
Namen aus der Vergangenheit sind da schnell gefunden. Doch wer wird es morgen sein, der durch geniale Ideen, geschickte Investitionen oder ausgeklügeltes Marketing unser Leben beeinflusst? Und vor allem welche genialen Pioniere bringt unsere heimische pulsierende Internetszene hervor?
Genau danach fragt derzeit die NEXT Berlin. Zusammen mit der WirtschaftsWoche suchen wir die NEXT 100. Es geht um die hundert wichtigsten Persönlichkeiten, die in den kommenden zwölf Monaten die digitale Wirtschaft am stärksten beeinflussen werden. Unter den Nominierten finden sich Persönlichkeiten wie der Wooga-CEO Jens Begemann, Conrad Fitzsch, seines Zeichens Mitbegründer des Online-Musikfernsehens tape.tv, oder Soundcloud-Mastermind Alexander Ljung.
Noch bis zum 14.2. ist jeder Interessierte dazu aufgerufen, einen Vorschlag für die NEXT 100 einzureichen und bis Ende Februar für seine Favoriten abzustimmen. Viele von ihnen werden dann auch bei der NEXT Berlin 2012 am 8. und 9. Mai in der STATION-Berlin zu erleben sein.
Eine Expertenjury wird die NEXT 100 aus der Nominiertenliste auswählen und die WirtschaftsWoche wird sie zur NEXT Berlin 2012 bekanntgeben. Tickets für die Konferenz gibt es momentan noch zum vergünstigten Frühbuchertarif von 690 Euro (zzgl. Buchungskosten und MwSt.).
NEXT Berlin 2012, 8. & 9. Mai, STATION Berlin, Tickets

Werbeirrsinn bei Media Markt, Teil 2

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Das war’s. Aus und vorbei. Finito. Nur 6 Wochen nach dem spektakulären Start der neuen Media Markt Kampagne heisst es „Zurück auf Los“.
Der unselige Versuch, das veränderte Informations- und Kaufverhalten der Konsumenten zu diskreditieren, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Dass mit dem Start der neuen Weihnachtskampagne das Ende so schnell kommt, überrascht dann aber doch. Sie ist natürlich mitnichten eine „konsequente Fortführung der neuen Preisstrategie“ wie es in der Pressmitteilung aus Ingolstadt heisst. Nicht das wir uns missverstehen: der Spot ist wirklich gut gemacht: emotional und mit einem nachprüfbaren Versprechen. Chapeau an Ogilvy & Mather! Und doch ist er eine Kehrwendung um 180 Grad. Jeder Verweis auf Preisparität mit dem Internetkanal wurde konsequent entfernt: im Spot, in den Prospekten, auf der Website. Die Kernidee, Preisklarheit im stationären Media Markt vs Preisirrsinn im Netz, dahin.
Also, alles wieder gut?
Mitnichten. Alle Daten weisen darauf hin, dass dieses Jahr das Weihnachtsgeschäft der Internet-Retailer explodieren wird. Und weil der Konsument sein Geld nur einmal ausgeben kann, wird der Umsatz in der Fläche sinken. Wir erleben im Handel gerade die Ruhe vor dem Sturm. Ab der 2. Januarwoche geht der Preisirrsinn wieder los. Meine Wette: der Media Markt wird an vorderster Front dabei sein.

Warum das Siri Business-Modell Android röstet – und auch für Apple eine riskante Wette ist

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Die letzten zwei Tage, habe ich mir die Frage gestellt, warum Siri für das iPhone 4S limitiert ist. Auf den ersten Blick scheint es Willkür zu sein. An den Hardware-Voraussetzungen kann es nicht liegen: das iPad 2 hat alles, was das neue iPhone ausmacht. Eine mögliche Erklärung: Apple will die für Siri notwendige Serverfarm mit der schrittweisen Markteinführung der Devices kontrolliert hochfahren.
Meine Vermutung ist allerdings eine andere: es sind die Kosten.
Wie ich bereits vor einigen Tagen beschrieben habe, ist der Kern von Siri keinesfalls die (erstaunlich gut funktionierende) Spracherkennung. Der Clou ist die dahinter liegende AI-Maschine. Bei jeder Frage an Siri findet im Hintergrund eine Kommunikation zwischen dem iPhone 4S und Apples zentraler Cloud statt.
Was kostet nun ein Siri-Dialog? Das weiss natürlich niemand außer Apple. Ich halte es aber für fair anzunehmen, dass ein Siri-Dialog ungefähr in der Kostenregion einer Google-Abfrage liegt. Hierfür gibt es einigermaßen plausible Schätzungen, welche die Kosten bei rund 1 ct sehen. Gegenprobe: Unternehmen, die Google als Onsite-Service nutzen wollen, zahlen 2 ct.
Ich halte also die Kosten von 1 ct für eine Siri-Anfrage eher für eine untere Schranke (vor allem wenn man bedenkt, dass Google 10 Jahre darin geübt ist, seine zentralen Data Center kostenseitig zu optimieren).
Und jetzt wird’s spannend. Wie viele Siri-Dialoge macht ein durchschnittlicher iPhone-Nutzer? Das wüsste Apple wohl auch gerne. Eine Modellrechnung: bei 10 Dialogen täglich ergeben sich 3.650 Dialoge im Jahr. Multipliziert mit 1ct macht das einen Kostenblock von $36 per anno. Bei einer Marge von 70% für das aktuelle iPhone über eine Nutzungsperiode von 3 Jahren kann das Apple locker wegstecken.
Und das ist ein Problem für Google und sein Android Eco-System. Google refinanziert Android mit seinen Mobile-Search-Einnahmen. Die belaufen sich aktuell bei rund $10 pro Jahr und Device. Weitere Erträge durch Lizenzen oder Hardware gibt es (bislang) nicht. Das ist am Ende durch die schiere Anzahl der Android-Devices eine Menge Geld – reicht aber bei Weitem nicht, einen Cloud-basierten Assistenz-Dienst wie Siri wirtschaftlich zu betreiben. Würde Google einen Siri-Clone starten, würde Google das mehr als $20 pro Endgerät und Jahr an Verlust einbringen und gleichzeitig verlieren sie textbasierten Adword-Umsatz. Auch hier macht’s wieder die Menge – nur mit umgekehrten Vorzeichen.
Wenn die Konsumenten Siri lieben werden, schafft es neben einem extrem starken Lock-in auch ein großes Problem für das Mobile-Geschäft von Google. Ein Cloud-basierter Assistenz-Dienst ist heute ohne die gigantische Hardware-Margen nicht finanzierbar. Und welcher Anbieter besitzt diese heute außer Apple?
Einen zu großen Erfolg für Siri kann Apple sich paradoxerweise aber auch nicht leisten. So lange die Serverkosten nicht wesentlich unter 1ct/Dialog sinken, würde Apple in arge Bedrängnis kommen, wenn statt 10 beispielsweise 100 Dialoge täglich zwischen iPhone und der Siri-Maschine stattfinden: die schönen Margen wären im Nu verzehrt. In diesem Fall müsste Apple sehr schnell beginnen, selbst ein eigenständiges Business-Modell für die Siri-Nutzung zu entwickeln.

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