Author: monic (page 1 of 2)

Barcamp Mitteldeutschland – Fazit aus Jena

Besser spät als nie, ein Fazit vom Barcamp Mitteldeutschland
Location
Jena war ist ganz wunderbar, ein niedliches Studentenstädtchen zwischen den Hügeln mit vielen kleinen Cafés und Kneipen, die alle in gangbarer Entfernung zusammen liegen. Das Wetter stimmte und die Atmosphäre der Stadt lässt sich durchaus treffend mit dem Wort „gemütlich“ zusammenfassen. Der JenTower, ehemals IntershopTower, ehemals wasweissichnoch-Tower mitten im Zentrum der Stadt war eine Barcamp-Location, die ich vor Ort als „untoppable“ kategorisiert habe. Im 27. Stock waren für ein Barcamp perfekt geeignete Räumlichkeiten organisiert worden, mit einem herrlichen Blick über die Stadt und das Umland. Ganz herrlich, hoffentlich gibt es noch ein Barcamp Mitteldeutschland Teil 2.
Organisation
Im Vorfeld hatte man ein bisschen Sorge, dass die Orga ausreichend aktiv war, da sich im Wiki nicht so viel tat. Vor Ort wurde man aber Lügen gestraft. Räume, Beamer, Anmeldung, Kinderbetreuung, Samstag-Abend-Party usw., alles top! Kaffee gab es von sonntagmorgen.com, Saft von Walther’s (wie gewohnt). Zwei Mäkel habe ich aber doch zu bemeckern: Das WLAN war nicht zu gebrauchen, komisch, dass das bei fast jedem Barcamp zum Problem wird. Und es war schade, dass es keine Speiseverpflegung gab, bei den bisherigen Barcamps fand ich die Frühstücks- und Mittagsrunden immer äußerst bereichernd. Vielleicht sollte man überlegen, ob man für zukünftige Barcamps eine Verpflegungspauschale für die Teilnehmer erhebt, falls es keinen Sponsor gibt, das würde auch die No-Show-Rate senken. Ich hätte nichts dagegen, ein paar Euro für zentrale Verpflegung abzudrücken.
Barcamper
Das war super. Der Kern der „Dauerbarcamper“ war relativ klein und die Bloggerrate scheinbar ebenfalls. Keine selbstreferenziellen Bloggersessions und viele neue Gesichter, die auch spannendes aus ihrem Internetleben zu erzählen hatten. Wie nicht anders von einem Barcamp zu erwarten, waren alle Teilnehmer extrem kontaktfreudig, umgänglich und wunderbar unkompliziert. Diese typische Barcamper-Mentalität macht für mich eindeutig immer wieder das Faszinosum Barcamp am meisten aus.
Sessions Tag 1
Das Problem wie immer: Welche Sessions besuche ich? Ich habe ein gutes Händchen gehabt und fast alle Sessions waren mindestens unterhaltsam, immer interessant und manchmal auch lehrreich. Ein kurzer Abriss der von mir besuchten Sessions:
Recht2.0 – Haftung und so für UGC von Carsten Ulbricht. Sehr interessant und aufschlussreich. Ich dachte, dass ich zu diesem Thema schon ein gutes Basiswissen hätte, aber es gibt tatsächlich so viele Konstellationen und Einzelfälle, die alle so unterschiedlich bewertet werden können, dass man wahrscheinlich ein ganzen JuraCamp damit füllen könnte.
Persönliches Wissensmanagement im Web2.0 von Dirk Röhrborn – Tja, das war nicht so dolle. Es wurde vorgestellt, wie sich das Thema Wissensmanagement aus wissenschaftlicher Sicht darstellt, und das man im neuen Netz mit noch mehr Informationen befeuert wird als je zuvor, Lösungen und Tools, die mir bahnbrechende Erkenntnisse bereitet hätten, wurden aber nicht ausgepackt. Fazit: Man muss halt sehen, wie man klarkommt, hilft alles nix. (Folien bei Slideshare)
Mobile Web2.0 von Benno – Spannend. Das Internet wird endlich endlich endlich mobil und die Webseitebetreiber bekommen eine neue Herausforderung. Es gibt Unmengen von Ausgabegeräten mit Unmengen von Ausgabesoftware und dann soll alles auch noch ganz fix sein und super Usability-optimiert. Das Thema wird in diesem und dem nächsten Jahr nach meiner Überzeugung ein ganz großes und in der Session wurde gezeigt, was passieren muss, damit das mobile Netz auch nutzbar ist. Guter Vortrag, viel Diskussion, nicht zuviel Technik.
Widgets/Adgets von Sven – Ein kurzweiliger Rundschlag durch die Welt der Widgets. Ich bin noch nicht überzeugt, dass sich die Leute wie Blöde irgendwelche Kästchen von anderen Seiten auf der eigenen Seite zum Flickenteppich zusammenstellen (auch wenn ich ein Qype-Dingens in der Sidebar habe). Trotzdem scheint es ein Thema zu sein, so viel gibt es da schon. Der Exkurs zu den Facebook Applications war natürlich auch spannend, das Thema werde ich noch genauer verfolgen (wartet ab, einfach weiter den Feed lesen).
Mogulus – Meine erste Session in Jena, gehalten zusammen mit Sven und Tina. Wir haben gezeigt, was Mogulus ist, was Mogulus kann, wie mogulieren geht. In der Session einen Barcamp-Mitteldeutschland-Channel eingerichtet und viele Fragen beantwortet. Ich hoffe, es hat dem ein oder anderen gefallen…
Sessions Tag 2
Getting Things Done Einführung von Oliver – Die schon oft zuvor gehaltene GTD-Einführung habe ich endlich auch einmal selbst besuchen können. Ich lese gerade das Buch von David Allen und es war sehr hilfreich, die Basics einmal zusammengefasst vorgesetzt zu bekommen. Die Learnings aus meiner Alltagsanwendung des GTD-Prinzips werden bald auch hier auf dem Fischmarkt zu lesen sein.
Webcomics von Jojo – Ich hatte ja keine Ahnung davon, dass es so viel Comickrams im Netz gibt. Und dass Comics, die nur für das Netz gemacht sind, ganz anderen „Gesetzen“ gehorchen (vor allem aber mehr Möglichkeiten bieten). Sehr kurzweilige Session von Jojo, den ich aus Berlin kenne. (Folien bei Slideshare)
Twitter – Zum Abschluss habe ich dann im vom Vortag erprobten Session-Team mit Sven und Tina sowie zusätzlich Volker etwas über Twitter erzählt. Eigentlich eher als Einstieg für Nicht-Twitterer gedacht, waren bis auf ein, zwei Leutchen nur Hardcore-Twitterer zugegen. Von daher wurde es eher zu einem Erfahrungsaustausch mit Toolempfehlungsrunde und alle, die Präsentatoren eingeschlossen, haben noch etwas gelernt. In Hannover werde ich am nächsten Wochenende gerne noch einmal eine Twitter-Session anbieten, würde allerdings explizit „Twitter für Nicht-Twitterer“ auf das Sessionkärtchen schreiben. Die Session hat Tina auch moguliert und sie läuft im barcampmd-Stream. Einfach mal reinschauen. jovelstefan bei Twitter, svensonsan bei Twitter, PickiHH bei Twitter, MultaniFX bei Twitter.
Ein großes Dankeschön an die Organisatoren, alle Teilnehmer, alle Sponsoren und an Friederike, die mir ein Bett zur Verfügung stellte und ganz bezaubernd gastfreundlich war! Ich warte sehnsüchtig auf eine Wiederholung und freue mich schon auf das nächste Barcamp in Hannover.
Eine kleine Auswahl weiterer Berichte: da, da, da, da, da, da, da, da. Podcast da. Und eine schöne Linkliste noch da.
Bildnachweise: JenTower und Session-Wall von greinr, Ich in der Session von killywilly
Anmerkung: Dieser Artikel ist in ähnlicher Form auch auf dem jovelblog zu finden.

next is everywhere

Die next07 hat es inzwischen sogar auf die Flohmarktstände dieser Welt geschafft. Allerdings wurden beim Sternschanzenfest am Samstag horrende Preise für das Anhängerband der next07 geboten, so dass ich mich gegen einen Zukauf entscheiden musste…
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Sport-Communities im Test (3)

In der Reihe „Sport-Communities im Test“ testet der Fischmarkt Sport-Communities. Wer hätte das gedacht. Heute unter der virtuellen Lupe: spielerkabine.net
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Die Spielerkabine musste kurz vor dem Launch am 30.Juli 07 erst einmal eine rechtliche Hürde umschiffen. Der ursprünglich geplante Name – Mannschaftskabine – wurde von einem Dritten als Wortmarke registriert und so flatterte kurz darauf auch eine Unterlassungserklärung in den Postkasten. So wurde die Mannschaftskabine in Spielerkabine umbenannt und die engagierten Studenten machten mit einer Finanzspritze von 10.000 Euro der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg fleißig weiter.
Der erste Eindruck ist – wie sagt man so schön? – webzwonullig. Knallige Farben, runde Ecken und ein Sternchen-Böbbel („kostet nix!“). Fehlt nur das „beta“? Die Startseite ist einfach und ansprechend, im Fokus stehen drei Links/Funktionen: Login, Registrierung und „Wie funktioniert’s?“. Vorbildlich. Auch das Hauptmenü ist zielführend. Es gibt Sportler, Mannschaften und Gruppen, ergo auch diese drei Menüpunkte. Diese kann man auch im uneingeloggten Zustand bestaunen, es sei denn, das jeweilige Profil wurde vom Besitzer für nicht eingeloggte Besucher gesperrt.
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Nach der Registrierung kommen zwei weitere Reiter hinzu. Der „Spind“ ist der Bereich, in dem der Nutzer sein Ego ausleben kann. Dabei ist die spielerkabine fast über das Ziel hinaus geschossen, so können auch Dinge wie „Beste Frisur“ eingetragen werden, wodurch eine kleine Formularwüste für den persönlichen Steckbrief entsteht. Daneben können dann die betriebenen Sportarten festgelegt werden und es gibt eine rudimentäre, aber ausreichende Rechteverwaltung. Zusätzlich gibt es noch einen Bereich für die interne Nachrichtenfunktion.
Die Gruppen- und Mannschaftsbereiche erweitern sich nach Registrierung um die Möglichkeit, eigene Mannschaften und Gruppen zu gründen. Im Gegensatz zum Profil sind hier nur wenige Eigenschaften pflegbar. Name, Beschreibung, Sportart und Ort, dazu ein Bild und ein Homepage-Link, das ist alles. Bei den Gruppen sieht es noch dünner aus. Die Spielerkabine fokussiert also vor allem auf die Darstellung des einzelnen Sportlers, die Mannschaften/Gruppen sind nur das virtuelle Bindeglied zwischen den jeweiligen Mitgliedern. Jede Mannschaft/Gruppe hat hierfür dann auch ein eigenes Forum zur Verfügung. Eine Vereinsebene über den Mannschaften wird bisher noch nicht abgebildet.
Was gibt es noch an Funktionen? Durch eine ganz hervorragende Google Maps-Integration kann man den eigenen Wohnort und den Ort des Vereins visualisieren und so auch nach anderen Sportlern und Mannschaften suchen. Dabei wird je nach Maßstab des Kartenausschnitts die Anzahl der „Objekte“ auf Staaten-, Länder- Kreis- oder Städteebene angezeigt. Über eine Bewertungsfunktion können sich Sportler gegenseitig – na, was wohl? – bewerten. Fitness, Technik und Einsatz heißen die Kategorien, in denen jeweils Schulnoten vergeben werden können. Mobbing ist vorprogrammiert… 😉 Und natürlich gibt es auch eine (Sport)freunde-Funktion, um Kontakte zu visualisieren.
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Technische Basis des Portals ist Ruby on Rails, im Frontend sind etliche sogenannte Web2.0-Elemente verbaut, AJAX und script.aculo.us-Effekte finden sich auf fast jeder Seite wieder.
Fazit: Die Spielerkabine ist schon jetzt, nach nur gut einem Monat nach dem Livegang eine recht runde Sache. Die Nutzerführung ist sehr durchdacht, man findet sich leicht zurecht und wird durch die einzelnen Kompenenten begleitet. Die Optik ist natürlich Geschmackssache, sie hält sich an derzeit als modern geltende Elemente (mir persönlich ist das türkis etwas grell, aber was weiss ich schon von Farbenlehre). Die Funktionalität auf der Ebene des einzelnen Nutzers ist gut, auf Mannschafts-/Gruppenebene ist noch Potenzial nach oben vorhanden. Auch bei der Spielerkabine konnte ich leider nicht viel über die aktuellen Nutzerzahlen herausbekommen, allerdings ist die Zahl von 500 Nutzern am zehnten Tag nach dem Start schon beachtlich (und wurde auch gebührend gefeiert, Video bei YouTube).
Erfolgschancen: 50%, die technische Basis ist soweit sehr ordentlich geschaffen, jetzt sollte es an die Vermarktung gehen. Und hier stellt sich dann natürlich gleich die Frage nach einem Investor, der diese Aufgabe (und die Weiterentwicklung und Community-Betreuung) finanziell unterstützen möchte. Falls dieser gefunden wird, sieht es gut aus für die Spielerkabine.

Sport-Communities im Test (2)

In der Reihe „Sport-Communities im Test“ testet der Fischmarkt Sport-Communities. Wer hätte das gedacht. Heute unter der virtuellen Lupe: netzathleten.de
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Bei den netzathleten arbeiten nach eigenen Angaben inzwischen über 20 Personen an der Plattform, geführt unter anderem vom Profi-Kanuten Stefan Pfannmoeller, der derzeit sogar wegen der netzathleten sein Kanu in die Garage geschoben hat. Allerdings mangelt es bisher anscheinend an Designern, denn die netzathleten kommen optisch eher blass daher. Auf der Homepage wird voll auf das Marketing-Zugpferd Stefan Kretzschmar gesetzt, zu kurz kommt aber für einen neu vorbeikommenden Nutzer der eigentliche Sinn und Zweck der Seite. Ohne Registrierung kann man dann leider auch nicht viel auf der Seite anfangen, es gibt so gut wie keine Links und die einzige Erklärung für das Portal ist ein mäßig gutes Video ohne Ton:

Link: sevenload.com
Nach der Registrierung stehen dann aber natürlich doch noch einige Funktionen zur Verfügung. Logischerweise ist die Pflege des eigenen Profils ein Schwerpunkt; schließlich will man sich ja präsentieren. Die eigenen Sportarten können festgelegt werden, Fotos können eingestellt werden und jeder User bekommt ein eigenes Blog gestellt. Interaktion mit anderen Nutzern findet über Buddylisten und den Zusammenschluss in Teams statt. Die Vereinsebene wird nicht explizit dargestellt, sondern über die Teamfunktion abgehandelt. Ein Team hat dann auch wieder Blog, Gästebuch, Bildupload. Allerdings ist alles äußerst unübersichtlich und man weiß eigentlich nie, wo man sich gerade genau befindet. Nett ist die Funktion, dass man sich als Fan von Sportlern oder Teams setzen und damit den Sportler/das Team in den entsprechenden Top-Listen nach oben voten kann. Und bei Facebook hat man sich den praktischen Newsfeed abgekupfert. „Was machen deine Freunde?“ wird auf der persönlichen Startseite des Nutzers beantwortet.
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Löblich außerdem: Eine sehr feingranulare Rechteverwaltung, so dass man Vertrauen bekommt, dass ein bewusster Umgang mit den Daten erfolgt. Technik? Die Webseite basiert auf Java-Technologie und kapselt die Unterseiten leider in einem Mainframe, sehr nervig, wenn man denn Bookmarks auf Deeplinks setzen möchte. AJAX und Web2.0-Konsorten werden scheinbar nicht verwendet (?), technisch gesehen also eher Web 1.0.
Fazit: Die von einer Sport-Community zu erwartenden Standard-Funktionen sind zwar vorhanden und funktionieren, es fehlt aber der Kick, das Besondere, das Fesselnde. Insbesondere gestalterisch ist sicher noch einiges an Potenzial nach oben vorhanden, sowohl an der reinen Optik, als auch bei der Usabililty. Übersichtlichkeit gibt es eigentlich nicht und man bleibt einfach nicht hängen, gerade weil die Vernetzung der Community nicht ansprechend abgebildet wird. Mehr Nutzerbilder, mehr Farbe, mehr Sport-Action! Es macht einfach nicht so richtig Spaß, im Portal ziellos mal durch die Gegend zu klicken. Robert Basic hat sich schon vor einiger Zeit mit genau diesem Thema beschäftigt, seitdem scheint sich leider noch nicht viel verändert zu haben. Interessant wäre natürlich eine Nutzerzahl zu haben, leider konnte ich darüber nichts finden, außer dass sich die Nutzerzahl angeblich derzeit monatlich verdoppelt. Das muss aber ja nichts heißen.
Erfolgschancen: Trotzdem noch 10%, da ein paar nette Marketing-Aktivitäten angeleiert wurden (Promis als Anchor, Gratis-T-Shirt bei 7 neuen Einladungen, Anti-Doping-Aktion), die möglicherweise den ein oder anderen Nutzer locken. Fußball wird übrigens mit „ß“ geschrieben.

Sport-Communities im Test (1)

Aktionswochen bei Kentucky Fried Chicken auf dem Fischmarkt! Erst StudiVZ, dann Micropublishing, jetzt beschäftigt uns das Thema Sport-Communities. Davon gibt es schon so einige, denn der/die Gründer einer Community möchte/n natürlich zunächst, dass die Community möglichst groß wird (mehr User = mehr Cash beim Exit) – und da sind Themen, die die breite Masse ansprechen, ja durchaus naheliegend, um einen ordentlichen Grundstock an Nutzern aufzubauen. Siehe auch Studenten, Krawattenträger, Musiker, Trolle. So denn auch der Sport, gerade da dieses Feld bis vor kurzem interessanterweise noch nicht besonders intensiv beackert wurde.
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Was könnte dem einzelnen Nutzer die Registrierung in einer Sport(ler)-Community bringen? Folgendes sagen die diversen Community-Betreiber, die in dieser Woche hier untersucht werden:

  1. mit schon bekannten Sportlern in Kontakt bleiben und sich austauschen
  2. neue Sportfreunde, Trainingspartner, Diskussionsteilnehmer finden
  3. Organisationserleichterung für Sportgruppen, -mannschaften etc.
  4. Präsentation der eigenen Person, des Teams, des Vereins…

Zunächst einmal nichts besonderes, aber das ist bei anderen erfolgreichen Community-Modellen ja auch nicht unbedingt der Fall gewesen. Entscheidend ist also, wie man es macht…
In den meisten Sportarten sind Sportler irgendwie in einer Hierarchie organisiert, unabhängig davon, ob es sich um Profis oder Amateure handelt. Der Einzelne ist in der Regel Mitglied eines Vereins oder eines vereinsähnlichen Gebildes (z.B. Betriebsport). Bei Mannschaftssportarten ist dazwischen eben noch die Mannschaft einzuordnen.
Diese Struktur wir auch in den Sport-Communities abgebildet. Zunächst meldet man sich als Einzelperson an, kann aber sodann schon angelegten Mannschaften und/oder Vereinen beitreten oder diese selbst neu anlegen. Damit ist der grundsätzliche Aufbau geklärt, jetzt kommt erst einmal Standard-Community-Funktionalität hinzu: Profil einrichten und pflegen, Freunde/Kontakte finden und hinzufügen, Foren und Private Messages für die Diskussionskultur, Themengruppen finden und gründen etc.etc. Mit diesen Funktionen ist man dann schon einmal Web2.0 Ready.
Fehlt nur noch eine Prise Stallgeruch, es muss der Themenbezug (zur Erinnerung: Sport) hergestellt werden. Auch hierfür kann man sich viele nette Funktionen ausdenken: Erfolgshistorie, Spiel- und Wettkampfberichte, gegenseitige Bewertung der Leistungen, Tippspiele, News, Mannschafts- und Vereinsprofile, Fotos und Videos.
Diese Elemente bieten die Sport-Communities in kleinerem oder größerem Umfang alle und so werden sich in dieser Woche sportme.de, netzathleten.de, spielerkabine.net und noch die ein oder andere weitere Sport-Community einer Prüfung auf Herz und Lunge unterziehen lassen müssen, in der die kleinen, aber feinen Unterschiede aufgedeckt werden. Investoren, aufgepasst…!

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